Riddle a Torino

29. März 2009

Oggi pensavo di scrivere un piccolo pezzo in italiano. Non perché credo che una gran parte delle persone che seguono il mio blog sia in grado di capirlo. Infatti, che cosa è una gran parte di due lettori…? Ho la stessa ragione di scrivere in italiano che il cane che si lecca le palle… è semplicemente perché sono capace. L’altra ragione per scrivere in italiano è perché probabilmente nessun altro che un italiano è interessato nel fatto che ho visto Gigi D’Agostino qua a Torino. Qualche tempo fa sono uscito con qualche amico in una discoteca è lui ha fatto il dj. Ma in verità non lo avrei mai riconosciuto se non ci fosse stato un tipo vicino di lui che ogni cinque minuti avrebbe chiamato il suo nome. Un altro indizio per la sua identità è stato che qualche volta tutti hanno cantato come i pazzi alle canzone di Gigi. Bensì gli italiani hanno la particolarità di cantare veramente spesso nella discoteca, ma questo è stato un livello diverso. Magari io sono stato l’unico che non ha conosciuto queste canzoni. Insomma è stato abbastanza divertente anche se non sono un grande tifoso di lui o di discoteca in generale. Persino non so dire se lui sia meglio che altre dj che ho ascoltato. Secondo me era soltanto troppo duro è elettrico. Non mi è piaciuto gran che.

Va bene, solo volevo farvi sapere che ho visto qualcuno che in Germania è abbastanza conosciuto. Per gli italiani non era una cosa speciale. Effettivamente lui e torinese, e per questo non è cosi strano di vederlo a Torino. Probabilmente lui abita ancora con sua madre. Qua in Italia non mi sorprende più niente.

Alla prossima.


ABBA meets Laura Pausini

2. Februar 2009

QueeverAuf Grund aktueller Ereignisse schreib ich heute über ein besonders interessantes Erlebnis. Passt nicht ganz zum vorherigen Eintrag, aber ich hatte ja schon eine rein zufällige Themenauswahl angekündigt.

Weiß nicht ob man es schon vom Titel ableiten kann, aber ich hatte gestern das Vergnügen zum ersten Mal eine Schwulen- und Lesbendiskothek zu besuchen. Und das auch noch im schönen Italien. Der Spaß nannte sich „Queever – The queer Discofever“. Der geneigte Leser wird sich an dieser Stelle denken: „Hier riecht’s nach Outing!“ Falls meine Eltern mitlesen möchte ich daher, bevor jemand auf dumme Gedanken kommt, prophylaktisch darauf hinweisen, dass ich hetero bin. Puh, jetzt ist es raus.

Nein, ich war also mit einer kleinen Gruppe von Freunden dort. Die Damen in unserer Runde waren schon öfter dort und genossen anscheinend die seltene Sensation nicht ständig von Italienern angegraben zu werden. Die beiden anderen männlichen Opfer und ich wurden mit der Aussicht auf ein leckeres Buffet geködert. Warum in einer Disko ein Buffet angeboten wurde, führt jetzt zu weit und erklär ich vielleicht ein anderes Mal. Nehmt es einfach mal als eine lokale Begebenheit hin.

Wir standen also vor der Disko und wussten nicht so recht was uns erwartet. Hab mir davor auch ehrlich gesagt keine Gedanken darüber gemacht. Ich bin zwar Bayer und daher schon seit jeher eher konservativ geprägt, aber andererseits als nichtfränkischer Evangele auch wieder selbst gewohnt eine Minderheit zu repräsentieren. Das werden „Preußen“ aber schlecht nachvollziehen können. Aber zurück zur Disko. Ich stürze mich also neugierig im Schutze unserer kleinen Gruppe ins Getümmel und natürlich gleich aufs Buffet. Das hielt auch was es versprach. Köstlich. Ansonsten lassen sich auf den ersten Blick nicht besonders viele Unterschiede zum italienischen Standardclub ausmachen. Die Kundschaft ist für deutsche Verhältnisse auffalend elegant und modisch gekleidet. Normalerweise würde das ein Klischee bedienen, aber ich schrieb ja bereits „für deutsche Verhältnisse“. Man muss einfach ohne Neid anerkennen, dass sich der durchschnittliche Italiener besser zu kleiden weiß. Das stellt hier in diesem Fall keine homosexuelle Domäne dar. Der einzige Grund warum man sich zu diesem Zeitpunkt vielleicht etwas unwohl fühlen kann ist die deutliche männliche Überzahl. Ich schätze einfach mal auf ein Verhältnis von 9:1 für die Männer. Das ist dann doch etwas gewöhnungsbedürftig. Für das nichtschwule Auge gibt es daher bedauerlichweise etwas wenig zu sehen. Aber der Eindruck verflüchtigt sich schnell als plötzlich der Diskopart der Veranstaltung beginnt – Es gibt definitiv etwas zu sehen. Auf einer Tribüne findet fast den gesamten Abend so eine Art Showact statt. Mehrere Drag Queens tanzen und singen, umgeben von einer Gruppe von Männern in Röcken und zu späterer Stunde freien Oberkörpern, die Koreographien abliefern, die auch D! alt aussehen lassen. Spätestens ab diesem Zeitpunkt fällt dann auch wirklich jedem auf, dass es sich um keine Standarddisko handelt.

Mein Tanzbein hab ich an dem Abend natürlich auch noch geschwungen, aber man kommt einfach nicht umhin sich auf einer Tanzfläche inmitten von Männern, schwul oder nicht, etwas fehl am Platze zu fühlen. Da helfen auch reingeschmuggelte Damen nicht viel. Insgesamt war es dann für unsere Gruppe doch ein Abend der etwas früher endete als gewöhnlich. So richtig warm geworden bin ich mit dem Ganzen nicht, und das meine ich im wahrsten Sinne des Wortes. Nach Hause ging ich dann aber doch mit einigen neuen Eindrücken und auch nicht bevor uns einer der halbnackten Tänzer erzählte, dass er im Alltag als Anwalt arbeitet. Das ist dann doch ein erhebender Gedanke wenn ich mir vorstelle, dass der im Rock zu Britney Spears tanzende Partytiger tagsüber im Anzug im Gerichtssaal steht. Würde mich nicht wundern wenn im konservativen Italien seine Kollegen nichts von seinem wahren Leben wissen. Tja, there is always more than meets the eye…

Für meinen Teil ziehe ich in naher Zukunft eher eine „normale“ Diskothek vor, aber ich empfehle dennoch jedem diese durchaus interessante Erfahrung einmal selbst mitzumachen. Es lohnt sich definitiv.


John Updike ist tot – Lang lebe John Updike!

1. Februar 2009
John updike

John Updike

Ist es zynisch meinen Blog mit einem Nachruf einzuweihen? Wahrscheinlich schon, aber was soll’s?

Nun hat’s also auch John Updike erwischt. Nunja, er war nicht gerade der Jüngste, aber dennoch weiß man gerade bei Größen wie ihm leider nie was er noch alles zu sagen gehabt hätte. Geschichten und Beobachtungen die keiner mehr zu lesen bekommen wird. Und das ist eigentlich immer das wirklich traurige am Tod eines großen Künstlers. Der Falco-Effekt sozusagen, oder vielleicht besser der Mozart-Effekt. Der war schon eher da. Außerdem hat Falco das merkwürdige Talent noch nach seinem Tod Alben herauszubringen (Tupac lässt grüßen). Das disqualifiziert ihn ein wenig für einen Vergleich.

Aber ich schweife ab. Ich war bei John Updike. Ich weiß nicht wirklich wie qualifiziert ich bin seine Arbeit zu beurteilen. Ich muss zugeben, mit der Ausnahme von einzelnen Kurzgeschichten, bin ich nicht gerade ein großer Updike-Kenner. Aber seit wann muss man sich mit etwas auskennen um es zu kommentieren? Ich befürchte sogar, dass Halbwissen eine der Grundvoraussetzungen für einen Blogger ist.

Wie auch immer. Ich missbrauche den guten Herrn Updike jetzt einfach mal als Aufhänger für ein bisschen, wie sagt man heute so schön, Bashing. Und zwar will ich mich hiermit an die Leser wenden, die zufällig auch in der Jury zur Vergabe des Literaturnobelpreises sitzen. Mich beschleicht nämlich das Gefühl, das der Literaturnobelpreis soeben mit John Updike ins Gras gebissen hat. Gut, der Literaturnobelpreis liegt bereits spätestens seit 2004, nämlich mit seiner Verleihung an Elfriede Jelinek, auf dem Sterbebett. Auch wenn auf Grund fehlender wissenschaftlicher Messbarkeit, der Nobelpreis für Literatur schon von jeher umstritten war, ging es ihm wohl noch nie so übel. Um es noch nett zu sagen, ist die Verleihung eine Farce. Der Preis hat sich immer mehr zu einem zweiten Friedensnobelpreis entwickelt. Ohne Konflikte mit der eigenen Identität, Tabubrüchen oder politischer Motivation ist er fast nicht mehr zu ergattern. Literarisches Vermögen ist nur noch notwendige aber nicht hinreichende Bedingung. John Updike hätte hier die rettende Infusion sein können. Er war seit den 70er Jahren quasi Dauerkandidat für den Nobelpreis und am Talent scheiterte die Vergabe bestimmt nicht. Mit seinem Tod haben die Schweden nun noch eine Chance vertan. Bleiben nicht mehr viele um das Ansehen der Akademie zu retten, bevor sie zu einer zweiten Oscar-Verleihung wird. Kleiner Tipp: John Irving lebt noch! Aber Vorsicht, der nähert sich auch schon der 70…